Donnerstag, 4. April 2013

Rezension "Die Auserwählte"

Die Auserwählte

von Jennifer Bosworth

Verlag: Goldmann Verlag (Februar 2013)
Seiten: 416 (Taschenbuch)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Struck
Preis: 12,99€
Einzelband

Bewertung: ☻☻☻☻☺



 

Das steht drin:

Mia Price liebt es, vom Blitz getroffen zu werden. Es löst in ihr eine überwältigende Energie aus, nach der sie sich immer öfter sehnt. Als aber ein gewaltiges Erdbeben ihre Heimat Los Angeles fast komplett zerstört, geht es nur noch ums Überleben. Im Chaos der Nachbeben werben zwei rivalisierende fanatische Gruppen um Gefolgsleute. Beide versprechen, dass nur ihre Anhänger den nahenden Weltuntergang überleben werden, und beide wollen Mia auf ihre Seite ziehen. Ist sie etwa die Schlüsselfigur der bevorstehenden Apokalypse?
(Bild und Inhalt von Randomhouse)

Das denke ich:

Die Handlung von "Die Auserwählte" beginnt unmittelbar: Los Angeles wurde von einem furchtbaren und alles vernichtendem Erdbeben heimgesucht. Die Stadt liegt in Trümmern, Chaos herrscht und Mia und ihre Familie sind mittendrin. Ich musste mich, so direkt ins Geschehen hineingeworfen, erst einmal kurz zurechtfinden, die ersten Seiten waren doch noch ein wenig verwirrend. Als ich mich jedoch in die Geschichte hineingefunden hatte konnte mich das Buch wirklich mitreißen. 
Die Idee einer zerstörten Welt, der die absolute Apokalypse droht und in der Sekten um die Vorherrschaft kämpfen, ist an sich nicht neu. Was jedoch dem ganzen das gewisse Etwas gibt ist Mia Price, die Protagonistin. Sie ist fast schon besessen von der Sucht nach Blitzschlägen. Als ich davon das erste mal gelesen habe, fand ich die Idee ein bisschen absurd, aber irgendwie originell. Jedoch hab ich mir auch vorgestellt, sie würde diese Elektroschock vollkommen unbeschadet überstehen und bekäme einfach nur einen gewissen "Kick". Aber wie sich im Laufe des Buches herausstellt, zieht sich auch Mia Verbrennungen zu, ihre Haare verkohlen und hin und wieder bleibt auch mal ihr Herz stehen. Ein Blitzschlag bedeutet für sie furchtbare Schmerzen, jedoch empfindet sie diese aus irgend einem Grund als positiv und kommt dadurch wie in eine Art Energierausch. Kurzum, eine wirklich schräge Idee, die aber doch interessant ist.

Der Schreibstil von Jennifer Bosworth ist einfach gehalten und dadurch super gut zu lesen. Beschreibungen sind in ausreichendem Maße vorhanden und lassen ein Bild vom zerstörten Los Angeles im Kopf entstehen, dass nicht zu überladen mit Details ist. Ich konnte der Geschichte wirklich gut folgen und hatte keinerlei "Hää? Was will die jetzt?"-Momente, wie in manch anderem Buch. Eine rundum gelungene Sprache also, die sich leicht und flüssig lesen lässt.

Mia Price ist wie gesagt eine interessante Persönlichkeit. Aber nicht nur ihre Blitzsucht macht sie dazu. Sie ist mutig, emotional, ängstlich, zurückhaltend, draufgängerisch und noch viel mehr und war für mich durch und durch eine authentische Protagonistin, über die ich gerne gelesen habe. Ihre Handlungen sind nachvollziehbar, auch wenn sich ihre Gefühle manchmal recht schnell wandeln. Sie war aber dennoch stets glaubhaft und nie nervig.
Es gibt auch eine Reihe weiterer interessanter Personen im Buch, wie beispielsweise Jeremy. Er taucht plötzlich, aus dem Nichts auf und versucht Einfluss auf Mia zu nehmen. Erst nach und nach stellt sich heraus, wer er wirklich ist und was er vor hat, aber ich mochte ihn von Anfang an. Seine geheimnisvolle Art und sein plötzliches Auftauchen und Verschwinden haben mich neugierig auf seine Geschichte gemacht.
Auch alle anderen Personen sind tiefgründig und detailliert ausgearbeitet und wirken sehr authentisch.

Interessant und wirklich gut fand ich auch, dass viele Seiten für eine sehr kurze Zeitspanne in Anspruch genommen werden. Die gesamte Handlung des Buches erstreckt sich auf nur vier Tage, und gerade weil dies in den meisten Büchern genau anders herum ist, mochte ich es sehr. Es wird trotzdem auch nie zu detailliert und ließ keine Langeweile aufkommen.

Das Ende der Handlung ist an sich abgeschlossen, aber es bleibt dennoch einiges offen. Auf den letzten Seiten ging mir leider dann vieles zu schnell und zu viele Fragen blieben unbeantwortet, was ich wirklich schade fand. Theoretisch liefert das Buch eine tolle Vorlage für eine Fortsetzung, die aber leider soweit ich weiß nicht geplant ist.

Aber auch wenn mich das Ende enttäuscht hat und das wirklich spannende Finale ausbleibt ist die Handlung dennoch überzeugend und das Buch eine tolle Lektüre, die ich wärmstens empfehlen kann. Man muss natürlich ein bisschen offen sein für etwas "schräge" Ideen, aber das sollte wohl bei den meisten Lesern nicht das Problem sein ;)
Von mir gibt es wohlverdiente 4 von 5 Cupcakes :)


Liebst, eure Lauri

Kommentare:

  1. Wow, vor kurzem noch habe ich irgendwo eine schlechte Rezension gelesen,was mich aber irgendwie verunsichert hat,da ich das Buch unbedingt lesen wollte und jetzt lese ich deine gute Rezension und denk mir Yeah, kauf ich mir vielleicht doch :D

    Also schlechte Rezi im Sinne von schlecht Bewertet!:)
    Und ich mag deine Cupcakes so *-*

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    1. Hm ja so gehen die Meinungen auseinander ^^ Aber jedem das Seine, zum Glück ist die Auswahl ja riesig und für jeden was dabei :)

      Aber schön dass dir Kurt gefällt :D

      Liebe Grüße :)

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Lauri & Robin